Kategorie: Dunkelkammer

Schon unser Heut ein Gestern ist

Im Rahmen des Nocturnal-Culture-Night-Festivals in Deutzen bei Leipzig stelle ich vom 06. bis 08. September den Fotobildband „Schon unser Heut ein Gestern ist“ in Form einer Ausstellung vor. Ausgewählte Bilder sollen einen Einblick in das Gesamtwerk geben.

Der Klappentext:
Für seinen zweiten Bildband begab sich Marcus Rietzsch auf die Spuren des alltäglichen Verfalls, dessen außergewöhnlicher Zauber abgeschirmt hinter Absperrzäunen und mit Brettern vernagelten Fenstern auf neugierige Entdecker wartet. Dem Betrachter bietet sich ein in Bildern festgehaltener Streifzug durch die gegenwärtige Vergangenheit. Sichtbar die Zeit, die wie ein Mühlstein der Geschichte an Mauern, Türen, Wänden und zurückgelassenen Gegenständen nagte. Verwaiste Objekte, aus denen das menschliche Leben verschwunden ist. Doch die Erinnerungen und Geschichten klammern sich geisterhaft an morsche Treppengeländer oder materialisieren sich in lichtdurchfluteten leeren Räumen. Eine perfekte Ergänzung finden die bildhaften Gedanken über Vergessen, Vergangenheit, Erinnerung, Leben, Geschichte und Geschichten in individuell gestalteten Zitaten von Christian Morgenstern, Franz Kafka, Jean Paul, Friedrich von Schiller und anderen.

Streng limitiert auf 499 Exemplare!

Softcover
Edition Subkultur
132 Seiten, 19 x 27 cm
ISBN: 978-3-943412-03-1
Erscheinungstermin: 06.09.2013

Erhältlich u.a. über: www.shop.t-arts.de

Zwischen mir und mir

Trotz – oder gerade wegen? – der ganzen Bilderflut ist eine gedruckte Fotografie etwas Besonderes. Unveränderbar. Und in gewisser Weise greifbar. Ein Stückweit entgegen der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit. Natürlich mag dies nur ein trügerischer Eindruck sein. Werden Zeitungen und Magazine doch recht schnell entsorgt. Bücher haben allerdings einen besonderen Stellenwert. Noch gibt es die Menschen, die sich an dem speziellen Gefühl erfreuen, ein neues Buch in Händen zu halten. Die das Titelbild betrachtend achtsam über das Cover streichen. Und vorsichtig durch die Seiten blättern. So ein Titelbild ist für einen Fotografen eine spezielle Anerkennung.

Zwischen mir und mir

Erschienen in der Edition Blickpunkt des Periplaneta Verlags
Modell: VeritaS
Covergestaltung: Thomas Manegold

Winterlandschaft

Unendlich dehnt sie sich, die weiße Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.

Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bißen Speise,
so gräbt er, glaub‘ ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf’s öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weißen Festgewand.“

Friedrich Hebbel
1813-1863
deutscher Lyriker

Winter
 
Winter
 
Winter

 

Volkstrauer

Der Volkstrauertag ist das Erntedankfest der Rüstungsindustrie.“

Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig
Journalist und Kabarettist im November 2012

Die Normalität…

Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“

Vincent van Gogh
1853-1890
niederländischer Maler

Die Aufnahme entstand während des Wave-Gotik-Treffens 2011 auf dem Südfriedhof in Leipzig im Rahmen einer Fotosession für den Bild-Text-Band Pfingstgeflüster.