Tag Archives: gothic friday

Kopfkino

Die Leinwand ist weiß. Jungfräulich weiß. Ehe langsam Umrisse und Strukturen erscheinen. Linien. Formen. Teilweise Farben. Ein altes Gemäuer. Eine menschenleere Landschaft. Schädel, Gebein und Kreuze. Grauer Nebel und bedrohlich über Baumwipfeln hängende Wolken. Aus einzelnen Details werden lebendige Bilder – bestehend aus Erinnerungen und Sehnsüchten. Ich bin Betrachter und Schöpfer zugleich. Regisseur, Filmvorführer, Zuschauer. Den Knopf des Projektionsapparats drückend und auf Gedankenexkursion gehend. Während jener Reise entdecke ich Friedhöfe, wandere durch weite Landschaften, blicke auf norwegische Fjorde, erforsche verlassene Gebäude und erfreue mich an der stillen und einzigartigen Atmosphäre europäischer Beinhäuser. Kopfkino. Der Eintritt ist frei.




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Subkulturelles Stadt-Land-Gefälle

Das Thema des zwölften und letzten „Gothic Friday“ (Subkultur in Eurer Stadt – Hier komme ich her, hier gehe ich hin) lässt meine Gedanken wehmütig in die Vergangenheit schweifen. In eine Zeit, in der Club- und Konzertnächte der alternativ-schwarzen Subkultur noch in einer akzeptablen Entfernung stattfanden. Als sich interessante Künstler wie beispielsweise „The Fair Sex“, „Letzte Instanz“, „The Merlons Of Nehemiah“ oder „Misfits“ (damals noch mit einem Sänger – Michale Graves – der diese Bezeichnung zu recht trug) in das nordöstliche Eck des bajuwarischen Freistaats verirrten und die Provinz unweit der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze nicht wie das Weihwasser vom Teufel gemieden wurde. Als die heimischen Plattenaufleger, Veranstalter und Clubbesitzer noch ein Herz für wavig-punkig-elektronische Klangwelten jeglicher dunkler Färbung hatten und es so zumindest hin und wieder in unmittelbarer Nähe die Möglichkeit gab, die Lieblingsmusik mit Gleichgesinnten in angenehmer Atmosphäre und in einer Dezibelzahl über Zimmerlautstärke liegend zu genießen. read more »

Woran ich glaube…

In diesem Monat stellten Robert und Shan Dark in ihrem Blog-Projekt „Gothic-Friday“ die Frage nach dem persönlichen Glauben. Woran glaube ich? Ist Glaube mit Religion gleichsetzbar? Dann lässt sich diese Frage schnell beantworten: Nichts. Christentum, Islam, Buddhismus, Judentum, Taoismus, Hinduismus und so weiter haben sich mir nie erschlossen. Ich hatte nie eine bestimmte Erleuchtung, die einen entsprechenden Glauben rechtfertigen würde. In gewisser Weise ist mir deshalb der religiöse Glaube sogar ein wenig suspekt. Wobei ich jedermanns Glaube akzeptieren und mich deshalb mit persönlichen Meinungen bzgl. der verschiedenen Religionen zurückhalten möchte.

Ich ärgere mich jedoch über die Arroganz manch gläubiger Menschen, die keine anderen Ansichten akzeptieren und ihren Glauben möglicherweise sogar mit Gewalt (ob nun psychisch oder physisch) anderen Menschen aufdrängen. Ich bin entsetzt über die Überheblichkeit der Kirchen, die oftmals hektoliterweise Blut an den Händen haben und deren Obere einzig von Macht und Geld getrieben wurden und werden. read more »

Ist Gothic (D)ein Lebensstil?

Die bisher im Rahmen des „Gothic Friday“ gestellte Frage mit dem – für mich – größten Kopfschmerzfaktor. Auch nach reiflicher Überlegung kann ich weder mit einem klaren „Ja“ noch mit einem klaren „Nein“ antworten. Kann man seinen individuellen Lebensstil in einem Wort ausdrücken? Welche Faktoren machen einen Lebensstil aus? read more »

Die Top Fünf der bewegten Bilder

Es ist wieder „Gothic Friday“ und die beiden „Dirigenten“ desselbigen geben den Protagonisten zwei Themen zur Auswahl: Entweder soll eine Top Fünf mit den Titeln persönlich bevorzugter Filme oder mit gelungenen Cover-Versionen musikalischer Art gefüllt werden. Ausnahmsweise fällt die Wahl ziemlich leicht. Da ich vor einigen Wochen eine „Blogreihe“ unter dem Titel „Original vs. Kopie“ gestartet habe und geplanten künftigen Folgen nicht vorgreifen möchte, widme ich mich den bewegten Bildern. read more »