Tag Archives: the exploding boy

Mein WGT 2012: Zwischen todbringendem Federvieh und der Erkenntnis, dass schwarz manchmal nicht dunkel genug ist

Pfingsten. Leipzig. Wave-Gotik-Treffen. Wie so oft im Leben gibt es auch hier zwei Seiten. Scheinbar oberflächliche Menschen, die das WGT einzig besuchen, um sich außerhalb der offiziellen Karnevalszeit verkleiden zu können. Die den Bereich vor der Agra – dem „Zentrum“ der auf die ganze Stadt verteilten Veranstaltung – als Laufsteg nutzen. Menschen, mit denen man keine drei Worte wechseln möchte und die das mediale Bild als falsches Zerrbild prägen. Dem gegenüber steht an vielen Orten in Leipzig eine besondere Atmosphäre. Magisch, zauberhaft, ursprünglich, hin und wieder auch ein wenig rebellisch und: schwarz. Mit Menschen, deren Stimmen und Aussagen man gerne lauscht. Menschen, die man gerne betrachtet. Ein Gegenpol zur schrill-bunten Konsum- und Spaßgesellschaft. Glücklicherweise prägen die unterschiedlichsten Begegnungen mit Menschen der zweiten Gruppe das Bild meines WGTs.

Donnerstag: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Höhepunkte gab es zahlreich. So war es eine große Freude, am Donnerstag Nachmittag auf der Empore des Agra-Cafés einige meiner Bilder aufzuhängen und zu späterer Stunde und auch bei weiteren Aufenthalten im Café zu beobachten, dass sich eine nicht unwesentliche Anzahl von WGT-Gästen die Zeit nahm, sich auf die Bilder einzulassen, darüber zu diskutieren und die darunter platzierten Zitate zu lesen und nicht nur flüchtig am Präsentierten vorbeizueilen. Ob die Bilder bei dem einen oder anderen Besucher einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, wird sich – hoffentlich – zeigen… read more »

Weihnachtspräsent für Musikliebhaber mit alternativen Hörgewohnheiten

Die Macher der Berliner Veranstaltungsreihe „Death#Disco“ erfreuen die Fans von Post Punk, Minimal Synth, Cold Wave, Electronic Rock und Noise Pop abseits des Mainstream mit einem tollen Weihnachtsgeschenk: Die auf 500 nummerierte Exemplare und mittlerweile ausverkaufte „Death#Disco Compilation – Volume I“ steht bis zum 31.12.2011 zum kostenlosen Download bereit. Vertreten sind u.a. Soviet Soviet, The Exploding Boy, Joy/Disaster, Ulterior, Lebanon Hanover und Devon Disaster. Absolut empfehlenswert.

www.death-disco.de

Titelliste:

1. Soviet Soviet: Lokomotiv
2. The Lost Rivers: Stay
3. Ulterior: The Emptiness We Share
4. Digital Leather: Gerbil
5. The Exploding Boy: Torn
6. Ceremony: Not Tonight
7. Principe Valiente: The Night (DJ Edit)
8. Frank (Just Frank): Do The Soviet
9. Joy/Disaster: Sweetie Monkey
10. Bootblacks: The Flood
11. Mueran Humanos: Cosméticos Para Cristo
12. Nina Belief: Cracken Attack
13. Devon Disaster + Cute Heels: Slave Toy (Radio Crisis Mix)
14. Nine Circles: The Rose (New Era)
15. Solitude FX: Promises We Made (Demo)
16. Lebanon Hanover: Die World II (Rough Demo)
17. Un Cadavre: The Deposition
18. Sixth June: Back For A Day
19. Tobias Bernstrup: Midnight Blue (Single Edit)
20. Vahn: Scenes Of A Sexual Nature
21. Gemeine Gesteine: War Party

The Exploding Boy – The Black Album

The Black AlbumMit ihren ersten beiden Alben haben die Skandinavier bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie ein großartiges Gespür für Melodien und Stimmungen haben. So hatte ich überaus hohe Erwartungen, als ich die neuste Veröffentlichung mit dem Titel „The Black Album“ in den CD-Player legte. Der Einstieg gestaltete sich etwas „zögerlich“. Zwar in gewisser Weise gefällig – der Funke wollte jedoch nicht überspringen. Noch nicht. Doch es handelte sich hier nur um eine Frage der Zeit. Den schon die ersten Töne des zweiten Song („I Am Truth“) suchten sich unwiderstehlich ihren Weg in meine beiden Gehörgänge und setzten sich dort dauerhaft fest. Rhythmik und Melodie wirkten sich auf den ganzen Körper aus. Ich verzeichnete die üblichen Anzeichen, die so viele gute Stücke ausmachen: Kopfnicken, Fußwippen und diverse mehr oder minder rhythmische Zuckungen. read more »

The Exploding Boy @ Death#Disco in Berlin

Berlin. 26. Mai 2011. Ein kleiner Club in Mitte. Rote Wände. Ein Tresen. An der Decke „Schmückendes“ aus der Zeit, als hier wohl noch ein asiatisches Restaurant betrieben wurde. Diverse alte Sessel und Sofas, in welche man sich tief versinken lassen kann. Im Rahmen der Death#Disco-Veranstaltungsreihe im King Kong Klub schmeichelt Musik abseits des in vielen Etablissements Gespieltem der musikalischen Seele. Eine angenehme Mischung aus alten und neuen Post-Punk-, Cold-Wave-, Goth-Rock-Stücken – zurück zu den Wurzeln einer ursprünglich melancholischen als auch ein klein wenig wütenden Szene. Der Hinweis „Don´t be late“ auf der offiziellen Facebookseite stellt sich im Zusammenhang mit der angegebenen Startzeit zum wiederholten Mal als Fehlinterpretation bzw. weit auslegbar heraus. Musik aus der Konserve weicht einem Soundcheck, der kurzzeitig aufschrecken lässt, ehe man sich wieder entspannt tief in das Ledersofa sinken lässt und die oben erwähnte Mixtur genießt. Erst gegen Mitternacht dringen die ersten live vorgetragenen Klänge an die Ohren der Clubbesucher. read more »