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Pfingstgeflüster 2013

Pfingstgeflüster 2013Die letzten Wochen wurden bestimmt von der Lektüre verschiedenster Texte, der Sichtung, Auswahl und Bearbeitung von Fotoaufnahmen, des Formulierens, der Korrektur, dem Treffen diverser Entscheidungen, der Erinnerung an Abgabetermine und dem Erstellen von Druckvorlagen. Und ist es vollbracht. Die Daten für den Druck des diesjährigen Pfingstgeflüster wurden an die Druckerei übermittelt. Demnächst liegt also die achte Ausgabe vor. Unglaublich. Bereits die achte Ausgabe. Damit hatte ich zu Beginn nicht gerechnet. Am Horizont taucht nun schon ein Jubiläum auf. Ausgabe Nummer 10 im Jahr 2015. Ob man dies dann „feiern“ sollte? Aber zurück in die Gegenwart: Die besondere Atmosphäre des Wave-Gotik-Treffens mit seinem breiten Konzert- und Kulturangebot, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Besucher, aber auch die Stadt Leipzig mit ihren diesjährigen Jubiläen finden auf den 92 Seiten des Pfingstgeflüster 2013 ihren Niederschlag. read more »

Gesprächsmäander und Worttsunamis – das Wave-Gotik-Treffen 2013

Die Zeit rinnt mir hin und wieder wie Sand durch die Finger. So liegt das Wave-Gotik-Treffen 2013 bereits über einen Monat zurück. Manche Erinnerungen erscheinen jedoch noch ganz frisch. Insbesondere die zahlreichen Begegnungen haben sich eindrucksvoll im Gedächtnis verankert. Gedanken daran zaubern ein Lächeln auf das Gesicht. Waren es doch nicht die wenigen besuchten Konzerte, die mein WGT 2013 geprägt haben, sondern vielmehr die wundervollen Gespräche mit Menschen, die ich leider viel zu selten treffe. Oftmals bieten die Pfingsttage in Leipzig die einzige Möglichkeit, sich jenseits der virtuellen Welt des globalen Datennetzes auszutauschen und sich dabei in die Augen zu blicken.

Schon der erste „Programmpunkt“ – das abendliche bzw. nächtliche Eröffnungspicknick der „Blauen Stunde“ unweit des Parkschlösschens – bot hierfür die perfekte Kulisse. Die dunkle Weite des Parks wurde durch einige im Boden steckende Fackeln schwach beleuchtet. Ruhige Musik wehte herüber. Von allen Seiten schritten schemenhafte Gestalten mit Lichtern in den Händen auf die bereits lagernde Gruppe zu. Die wandernden Grablichtfünkchen sorgten für eine still-romantische Stimmung. Ein phänomenaler Anblick, der durchaus eine gewisse Gruselfilmatmosphäre verströmte. Niedergelassen am Rand des Kreises beobachtete ich die Ankunft weiterer Schwarzgewandeter. Der Duft frisch gemähten Grases und des blühenden Bärlauchs, das Gemurmel der Gespräche, die leise Musik, das Schluchzen der Nachtigall – ein zauberhaftes Ambiente. Aus der Dunkelheit tauchten nun auch nach und nach bekannte Gesichter auf. Lachen und Quatschen unter einem gnädig gestimmten Wolkenhimmel, der nur gelegentlich eine Mondsichel freigab. Doch um Mitternacht musste diese Abendgesellschaft verlassen werden. Der nächste Tag versprach kraftzerrend zu werden. Vor der Rückkehr in die Unterkunft stand allerdings noch eine Kletteraktion über einen Zwei-Meter-Zaun – das Parktor war verschlossen… read more »

Pfingstgeflüster 2012

Die Arbeiten am diesjährigen „Pfingstgeflüster“ sind fast beendet. In wenigen Tagen gehen die Daten an die Druckerei. Einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt bietet das folgende Video:

www.pfingstgefluester.de

Die Normalität…

Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“

Vincent van Gogh
1853-1890
niederländischer Maler

Die Aufnahme entstand während des Wave-Gotik-Treffens 2011 auf dem Südfriedhof in Leipzig im Rahmen einer Fotosession für den Bild-Text-Band Pfingstgeflüster.

Mein WGT 2012: Zwischen todbringendem Federvieh und der Erkenntnis, dass schwarz manchmal nicht dunkel genug ist

Pfingsten. Leipzig. Wave-Gotik-Treffen. Wie so oft im Leben gibt es auch hier zwei Seiten. Scheinbar oberflächliche Menschen, die das WGT einzig besuchen, um sich außerhalb der offiziellen Karnevalszeit verkleiden zu können. Die den Bereich vor der Agra – dem „Zentrum“ der auf die ganze Stadt verteilten Veranstaltung – als Laufsteg nutzen. Menschen, mit denen man keine drei Worte wechseln möchte und die das mediale Bild als falsches Zerrbild prägen. Dem gegenüber steht an vielen Orten in Leipzig eine besondere Atmosphäre. Magisch, zauberhaft, ursprünglich, hin und wieder auch ein wenig rebellisch und: schwarz. Mit Menschen, deren Stimmen und Aussagen man gerne lauscht. Menschen, die man gerne betrachtet. Ein Gegenpol zur schrill-bunten Konsum- und Spaßgesellschaft. Glücklicherweise prägen die unterschiedlichsten Begegnungen mit Menschen der zweiten Gruppe das Bild meines WGTs.

Donnerstag: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Höhepunkte gab es zahlreich. So war es eine große Freude, am Donnerstag Nachmittag auf der Empore des Agra-Cafés einige meiner Bilder aufzuhängen und zu späterer Stunde und auch bei weiteren Aufenthalten im Café zu beobachten, dass sich eine nicht unwesentliche Anzahl von WGT-Gästen die Zeit nahm, sich auf die Bilder einzulassen, darüber zu diskutieren und die darunter platzierten Zitate zu lesen und nicht nur flüchtig am Präsentierten vorbeizueilen. Ob die Bilder bei dem einen oder anderen Besucher einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, wird sich – hoffentlich – zeigen… read more »