Ausstellung bei der Hoftexplosion

Die vierte Hoftexplosion wirft ihre Schatten voraus. Nachdem ich vor zwei Jahren meinen zweiten Bildband im Rahmen dieses besonderen Kunst- und Kulturfestivals vorstellen durfte, freue ich mich darauf, vom 5. bis 7. Oktober 2018 neben Fotografien auf Leinwand und Papier einige Bilder auf Holz zu präsentieren.

Viele weitere bildende Künstler werden in diesen drei Tagen ihre Werke in der Hoftex-Halle präsentieren. Ein Besuch lohnt sich aber auch aus musikalischer Sicht, denn für Samstagabend haben die Veranstalter den Auftritt der Post-Rock-Band „Magma Waves“ angekündigt. Weitere Programmpunkte sollen in den nächsten Tagen folgen.

Scientia mortuorum – Von der Wissenschaft der Toten

Der folgende filmische Beitrag soll einen kleinen Eindruck von meiner Ausstellung kurz vor der Eröffnung des ersten Wissensfestivals „Scientia mortuorum – Von der Wissenschaft der Toten“, das am 11. August in der ehemaligen Irrenanstalt am Domjüchsee stattfand, vermitteln.

 
Für die „suboptimale“ Kameraführung bitte ich um Entschuldigung, aber bewegte Bilder sind absolut nicht mein Metier.


Ein Blick nach vorn

Auch wenn diese Seite den Eindruck erwecken sollte, war ich in den vergangenen eineinhalb Jahren keineswegs untätig. So erschien beispielsweise Mitte 2017 die zwölfte Ausgabe des Pfingstgeflüsters, dem Rückblick auf das Wave-Gotik-Treffen. Und die Arbeiten für das Pfingstgeflüster 2018 wurden soeben abgeschlossen und die Daten an die Druckerei übergeben. Erscheinungstermin ist der 21. Mai 2018.

NEU IM SHOP

Zurzeit sind einige Leinwandbilder erhältlich, ebenso biete ich mittlerweile Motive auf Holz an. Ein Blick in den Shop lohnt sich!

AUSSTELLUNGSPLÄNE

Im Rahmen des Festivals „Scientia mortuorum – Von der Wissenschaft der Toten“ werde ich am 11. August in der ehemaligen Landesirrenanstalt Domjüch diverse Schwarz-Weiß-Fotografien präsentieren, die bei meinen Streifzügen durch verschiedene verlassene Örtlichkeiten entstanden und im Bildband „Schon unser Heut ein Gestern ist“ enthalten sind. Zudem werden einige Friedhofsimpressionen zu sehen sein.

Es freut mich sehr, ein kleiner Teil dieser ungewöhnlichen Veranstaltung zu sein, bei der u. a. Vorträge von Dr. Mark Benecke (Kriminalbiologe), Rurik von Hagens (Geschäftsführer des Plastinariums Guben), Dr. Peter Wilhelm (Bestattungsexperte und Blogger) und Jörg Vieweg (Thanatologe und Bestatter) auf dem Plan stehen.

Schon unser Heut ein Gestern ist

Memento Mori – Kunstkartenset

Friedhofskunstkarten

Es freut mich, mein erstes Kunst- bzw. Postkartenset vorstellen zu können. Es besteht aus zehn Karten mit Fotoimpressionen europäischer Friedhöfe und wird in einem schwarzen Kartonumschlag mit magnetischem Verschluss und Banderole ausgeliefert.

Erhältlich ist das Kunstkartenset über: www.shop.t-arts.de

Friedhofskunstkarten
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Der Assistens Kirkegård in Kopenhagen: mehr als ein Totenacker

Im Jahr 1711 erreichte eine Pestepidemie Kopenhagen, in deren Folge 23.000 Einwohner ihr Leben verloren. Um den vielen Leichen Herr zu werden, legte die Stadtverwaltung in den Außenbezirken sechs neue Friedhöfe an. Allerdings reichten auch diese nicht aus. Auf dem Begräbnisplatz der Holmens Kirche wurden bis zu fünf Särge übereinander gestapelt und nur von wenig Erde bedeckt. Soldaten feuerten Gewehrsalven ab, um mittels Schießpulver den Verwesungsgeruch zu übertünchen. Die Realisierung eines Totenackers außerhalb der Stadtmauern erfolgte dennoch erst ein knappes halbes Jahrhundert später. Dieser sollte vor allen Dingen der Ausbreitung von Seuchen vorbeugen. Ursprünglich zählte der Assistenzfriedhof als Begräbnisstätte der Armen. Nachdem der astronomische Schriftsteller und erste Sekretär im Kriegsamt Johan Samuel Augustin 1785 auf eigenen Wunsch an jener Stelle das letzte Geleit erhielt, bestatteten zunehmend führende Persönlichkeiten und wohlhabende Bürger der dänischen Hauptstadt ihre dahingeschiedenen Verwandten auf diesem Friedhof.

Eine schaurige Geschichte berichtet von Dieben, die 1798 das Grab der jungen Giertrud Birgitte Bodenhoff plünderten. Als die Räuber einen Tag nach der Beerdigung das Grab öffneten, weckten sie die scheintote Frau. Doch statt ihr zu helfen, erwürgten sie die 19-jährige und raubten ihren Schmuck. Wer mag sich im ersten Moment wohl mehr erschrocken haben? Indes stellt sich die Frage: Mythos oder Wahrheit? 1950 ließ der Nachfahre Viggo Starcke das Grab öffnen. Er fand das Skelett der Verstorbenen in einer verdrehten Position vor. Weiterhin erkannte er, dass der mit seiner Ahnin beigesetzte Schmuck verschwunden war. So sah sich Viggo Starcke bestätigt: Man hatte Giertrud Birgitte Bodenhoff lebendig zur letzten Ruhe gebettet und im eigenen Grab ermordet.

Im Laufe der Jahre gewann der Friedhof nicht nur aus stadtgeschichtlicher und kultureller Sicht an Bedeutung, sondern wurde ferner zu einem beliebten Ausflugsziel und Picknickplatz. weiter lesen »